Workshops Geschichte | Kunst


Permanentes Angebot von Workshops für Kindergruppen und Schulklassen, können inhaltlich für Erwachsene angepasst werden. Dauer 1.5 bis 2 h, Kosten zwischen CHF 130.- und 200.- (z.T. plus 2.- / Person Materialkosten)

 

 

Informationen und Reservationen
032 328 70 33 (Di – Fr)
info@kulturvermittlung-biel.ch

 


Luftakrobaten

Blitzschnelle Fortbewegung, an Ort und Stelle schweben, Rückwärtsgang, Gleitflug – Libellen sind in der Lage, all dies mit ihren Flügeln zubewerkstelligen. Lange verharren sie unter Wasser im Larvenstadium, machen viele Entwicklungsstufen durch, um sich nach einer Metamorphose in ein zartes geflügeltes Lebewesen zu verwandeln. Bereits mit 16 Jahren begeisterte sich Paul-André Robert für diese faszinierenden Insekten, die er schliesslich sein ganzes Leben lang sorgfältig gezeichnet und gemalt hat. Durch den Besuch der Wechselausstellung "Zwischen zwei Welten. Die Larven und Libellen von Paul-André Robert" tauchen die Schülerinnen und Schüler in die Arbeit des Bieler Künstlers ein. Sie versuchen in die Haut dieser Tiere zu schlüpfen und realisieren danach selbst eine leichte, farbenprächtige Libelle.

(Für alle Stufen ab dem Kindergarten und Heilpädagogische Schulklassen geeignet)
 

Bieler Stoffdruck nach indischer Art

Bevor das Gebäude Neuhaus historische Sammlungen beherbergte, war es bis 1842 der Hauptstandort der Bieler Indienne-Manufaktur. Hier stellte man wunderschöne buntbedruckte Baumwollstoffe her, die man «Indienne» nennt, da diese Drucktechnik in Indien erfunden wurde. Die SchülerInnen lernen nicht nur diesen einst bedeutenden Industriezweig kennen, sondern sie probieren die Technik mit einem eigenen Indienne-Druck auch gleich selber aus.

(Für 1. Klasse bis 9. Klasse geeignet)

Ein Leben im Takt der Uhren

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich Biel schnell zu einer wichtigen Uhrmacher-Stadt entwickelt. Im Zuge der Rationalisierung wurde die Arbeit schrittweise von zu Hause in die Fabriken verlegt, was den Alltag der ArbeiterInnen beträchtlich veränderte. In der Ausstellung «Biel/Bienne: Uhren- und Industriestadt» machen sich die Schüler/-innen damit vertraut, wie eine Uhr funktioniert und betrachten verschiedene Modelle. Nicht zuletzt lernen sie die hinter den Werkbänken inszenierten Personen kennen, welche ihnen ihr Handwerk erklären und von ihren Sorgen und Ängsten erzählen. Bei der Betrachtung von historischen Filmen entdecken die SchülerInnen ein anderes Gesicht von Biel, jenes im Takt der Uhrmacherei.

(Für alle Schulstufen ab der 5. Klasse)

 


Rund um den Ring – Die Stadt Biel gestern und heute

Im Mittelalter war der Ring das Zentrum der Stadt. «Ring» heisst der Platz, weil hier das Gericht tagte und ringförmig angeordnet war. Der Name ist geblieben, aber die Stadt ist seither stark gewachsen, und das Zentrum hat sich verlagert. Heute unterscheidet man die «Altstadt» und die «Stadt». In der Altstadt sind die Spuren der Vergangenheit klar zu erkennen, sie ist ein lebendiges Geschichtsbuch. In diesem Atelier entdecken die SchülerInnen, wie die Gassen der Altstadt einst belebt waren, wie man hier früher wohnte und arbeitete. Mit einem Gruppenspiel lernen sie die heutige Stadt besser zu verstehen, indem sie deren Eigenheiten mit dem Leben in der mittelalterlichen Stadt vergleichen.

(Für alle Schulstufen ab der 5. Klasse)

Spürnasen in der Bieler Altstadt

Die Stadt Biel wurde auf einem Kalkhügel errichtet, sie entwickelte sich einst aus einer römischen Quelle. Zu Beginn bestand sie nur aus einer Kirche und einer Reihe Häuser rund um das Herz des öffentlichen Lebens: den Ring. Während dieses Workshops suchen die SchülerInnen in Gruppen Indizien und lösen eine Serie von Rätseln. Sie vergleichen im Anschluss ihre Resultate, um dem Gesicht dieser Altstadt im Mittelalter und deren Alltag durch die verschiedenen Zeitepochen auf die Spur zu kommen. Der Workshop gipfelt in einem überraschenden Panoramablick.

(Für alle Schulstufen ab der 4. Klasse)

Mission im Herzen der Bieler Altstadt

Die einst befestigte Bieler Altstadt diente als Unterkunft für eine organisierte Gesellschaft. Handwerk und Handel konnten sich dort ideal entfalten. In diesem Workshop schlüpfen die SchülerInnen in die Haut der fahrenden Händler, Brunnenmeister, Steinmetze, Soldaten oder Gerber. Indem sie ihre Missionen erfüllen, entdecken sie den Alltag der Arbeiter von einst. Aber Vorsicht! Das Schicksal könnte sein Spiel mit ihnen treiben, da der Zufall den Erfolg ihrer Mission auch beeinflusst.

(Für alle Schulstufen ab der 5. Klasse)

Unter einem Dach

Vor der Industrialisierung wohnten und arbeiteten die Menschen unter einem Dach und bildeten damit Hausgemeinschaften in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht. Wie sah ein Haus früher aus, wie wurde es gebaut und bewohnt? In der Bieler Altstadt betrachten die Schüler zuerst das Fenster von Onofrius und besteigen dann eine Wendeltreppe, die sie zu einem beeindruckenden Holzgebälk führt. Die Schüler schlüpfen sogleich in die Rolle der Hausbewohner und setzen sich mit den verschiedenen Materialien, Werkzeugen und Handwerken auseinander. Am Schluss nehmen sie die Erkenntnis mit auf den Weg: Um als Steinmetz, Zimmermann oder Gerber vom Lehrling zum Meister aufzusteigen, braucht es sehr viel Geduld, Fleiss und Ausdauer.

(Für alle Schulstufen ab der 3. Klasse geeignet)

Der dritte Schuh…

Die historische Wohnung der Familie Neuhaus-Verdan aus dem 19. Jahrhundert versetzt uns in ein anderes Zeitalter. Himmelbett, vergoldete Spiegel und glänzende Möbel verleihen den Räumen eine ganz besondere Stimmung. In diesem Workshop lassen die SchülerInnen die alten Zeiten wieder aufleben, wenn sie die Zimmer zusammen mit dem Dienstmädchen besuchen. Diese erzählt ihnen nicht nur von ihrem strengen Alltag, sondern nimmt sie mit auf die Suche nach einem verschwundenen Schuh … Wer weiss, vielleicht können sie ihr helfen, den dritten Schuh zu finden?

(Für Kindergarten und Primarschulen geeignet)

Tischlein deck Dich!

Das korrekte Decken eines Tisches bereitet grosse Freude. Dieses Ritual zu beherrschen ist aber nicht ganz so einfach. Nach einem spannenden Rundgang in den bürgerlichen Essräumen der historischen Wohnung, decken und gestalten die SchülerInnen selber einen festlichen Tisch. Servietten werden richtig gefalzt, die Ordnung von Gläsern und Besteck dem Menü angepasst und die Regeln der korrekten Bedienung geprobt. Die SchülerInnen lernen auf fantasievolle Weise, wie das Tischlein sich deckt!

(Für alle Schulstufen ab der 5. Klasse)

Darf ich Sie zum Tanze bitten?

Das 19.Jahrhundert ist die Geburtsstunde des Bürgertums. In der historischen Wohnung der Familien Verdan-Neuhaus entdecken die SchülerInnen, wie sich die bürgerliche Gesellschaft anno dazumal vergnügt hat. Bei Gespräch, Spiel und Tanz galten klare Regeln, die auch heute noch einen Teil unseres Alltags bestimmen. Nach dem Besuch der historischen Wohnung wird geübt und getanzt: Wer darf wen zum Tanze bitten? Wer hat wann das Wort? Was gelten für Höflichkeitsformen?

(Für alle Schulstufen ab der 4. Klasse)

Hoi, hallo, guten Tag! Begrüssungsrituale …

Das Bürgertum hat im 19. Jahrhundert die Anstandsregeln und Begrüssungsrituale stark verfeinert – man zeigte, wer man ist! Das ist heute nicht anders. Sei es auf der Strasse, in einem Restaurant oder auch in der Schule: Immer definieren Rituale und Regeln unser Verhalten. Die Begrüssungsrituale haben sich sicherlich stark verändert, sie zeigen aber immer noch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe. Nach einem Besuch der historischen Wohnung im Gebäude Neuhaus, lernen die Schüler-Innen die verschiedenen Begrüssungsrituale von gestern und heute anhand von Rollenspielen kennen.

(Für alle Schulstufen ab der 5. Klasse)

Die Zauberlaterne: Wie Geschichten an die Wand gezaubert werden

Seit dem 17. Jahrhundert projiziert man mit der Zauberlaterne grosse farbige Glasbilder auf die Wand. Auf den rechteckigen Glasplatten findet man oft mehrere kleine Einzelbilder, die eine kurze Geschichte erzählen. Ausgehend von historischen Beispielen erfinden die Kinder eine eigene Kurzgeschichte und malen diese auf eine Glasplatte. Zum Schluss werden diese Geschichten gemeinsam an die Wand «gezaubert»! Ausgangspunkt für diesen Workshop ist die Ausstellung «Die Technik der Illusion».

(Für Kindergarten und Primarschulen geeignet)

Bilder lernen laufen

Bewegte Bilder faszinieren. Die animierte Welt elektronischer Spielsachen scheint heutzutage den meisten völlig normal. Wenn aber einfache Zeichnungen auf Papier plötzlich zum Leben erweckt werden, löst das immer noch Erstaunen aus. Die SchülerInnen lernen verschiedene optische Spielsachen als Grundlage des Kinos kennen. Und sie basteln selber ihre eigenen lustigen optischen Spielsachen: Sie lernen so auf spielerische Art die Funktionsweise des bewegten Bildes kennen.

(Für 1. Klasse bis 9. Klasse geeignet)

 


Wenn Tiere Kino machen

Im NMB beobachtet ein riesiger Löwe die BesucherInnen, Frösche nehmen Schwimmunterricht, eine Fuchsfamilie geht auf die Jagd, ein Affe bringt die Frisur einer älteren Dame durcheinander und eine Maus spielt Superheld. Anhand der Tierparade in der Kinosammlung W. Piasio lernen die SchülerInnen die Vorläufer des Kinos kennen. Von optischen Spielen bis hin zu den ersten Projektionen werden sie mit den verschiedenen Techniken, die den Eindruck bewegter Bilder erzeugen, vertraut. Im Workshop stellen die SchülerInnen dann ein kleines optisches Spielzeug zum Mitnehmen in der Hosentasche her.

(Für Kindergarten und Primarschulen geeignet)