Zur Geschichte des Museums

 

Zwei Häuser – ein Museum

Das NMB Neues Museum Biel ist 2012 aus dem Zusammenschluss der beiden Museen Schwab und Neuhaus entstanden.

 

Das Museum Schwab (1873–2011)

1865 vermachte der Bieler Pfahlbauforscher und Sammler Friedrich Schwab (1803–1896) seine umfangreiche Sammlung, die neben archäologischen Fundstücken auch Waffen und anderes mehr umfasste, als Legat der Stadt Biel. Die Schenkung nahm die Stadt Biel zum Anlass, ein Museum zu errichten. Nach Plänen des Architekten Friedrich Ludwig von Rütte (1829–1903) wurde 1871–1873 das Museum Schwab errichtet, dessen Rotunde an jene der alten Nationalbibliothek in Paris erinnert. Es war dies nach dem Musée Rath in Genf und dem Naturhistorischen Museum in Basel erst der dritte Museumszweckbau in der Schweiz. Anfänglich war das Museum Schwab ein Mehrspartenhaus, das neben Archäologie auch Kunst, historische Objekte und naturwissenschaftliche Präparate zeigte. Nach einer Reorganisation und einem Umbau wurde es 1947 als reines Archäologiemuseum wieder eröffnet. Die nicht-archäologischen Sammlungen wurden magaziniert. Trägerschaft des Museums war bis Ende 2011 die Stadt Biel.

 

Das Museum Neuhaus (1985–2011)

Das Museum Neuhaus nutzte die ehemaligen Hauptgebäuden der Indienne-Manufaktur Verdan-Neuhaus (Gründung 1747, 1842 Schliessung). Die letzte Besitzerin der Liegenschaften Dora Neuhaus (1889–1975) vermachte diese einem zu gründenden Museum. 1983 eröffnete die Stiftung Sammlung Robert im ersten Obergeschoss des Westflügels das «Musée Robert», das dem naturkundlichen Werk der Malerfamilie gewidmet war. 1985 wurde die aufwändig restaurierte Fabrikantenwohnung im zweiten Stock als „Museum Neuhaus“ zugänglich gemacht. Von 1992 bis 1995 konnte die ganze Häuserzeile an der Schüsspromenade/Seevorstadt zu einem Mehrspartenmuseum umgebaut werden. Die Stiftung Sammlung Robert integrierte sich in den neuen Museumsbetrieb. Als Deposita der Eidgenössischen Gottfried-Keller-Stiftung respektive der Stadt Biel konnten die Sammlung Karl und Robert Walser und die Cinécollection William Piasio in das Museum aufgenommen werden. Das vergrösserte Museum Neuhaus nahm Ende 1995 seinen Betrieb auf.

 

NMB Neues Museum Biel (ab 2012)

2001 setzte der Gemeinderat von Biel einen Reorganisationsprozess der Bieler Museumslandschaft in Gang. Das Resultat war 2012 die Zusammenlegung der beiden Museen Schwab und Neuhaus – unter Einbezug der Stiftung Sammlung Robert – zum «NMB Neues Museum Biel». Das Mehrspartenhaus für Geschichte, Kunst und Archäologie basiert auf einer einheitlichen Verwaltung und Leitung. Zum Konzept des NMB gehört eine teilweise Neunutzung der Gebäude. Die Dauerausstellung Archäologie wurde vom Haus Schwab in das Haus Neuhaus verlegt. Das Haus Schwab wird vollumfänglich für grosse Sonderausstellungen für alle drei Sparten genutzt. Im Haus Neuhaus wurde die bestehende Kasse in das Scharniergebäude zwischen Schüsspromenade und Seevorstadt verlegt und mit einem Museumscafé und -shop kombiniert Nach den notwendigen baulichen Anpassungen nahm das Neue Museum Biel am 20. Oktober 2012 seinen Betrieb auf.


Das NMB Neue Museum Biel wird konsequent zweisprachig – Französisch und Deutsch – geführt.